Unser Kopf ist fast immer beschäftigt.
Er plant, grübelt, erinnert sich, macht sich Sorgen.
Forschende der Harvard-Universität haben herausgefunden: Fast die Hälfte unserer wachen Zeit sind wir mit den Gedanken woanders als bei dem, was wir gerade tun. Und genau in diesen Momenten fühlen wir uns im Schnitt weniger glücklich.
Vieles davon läuft auf Autopilot. Ein grosser Teil unseres Alltags besteht aus Gewohnheiten, die ohne bewusste Entscheidung ablaufen.
Bewusstsein heisst für mich: zu bemerken, was gerade in mir denkt. Den Gedanken zu sehen, statt mitten in ihm zu stecken. In diesem kleinen Moment entsteht Abstand. Und mit dem Abstand eine Wahl.
Denn nicht jeder Gedanke, den wir denken, ist wahr. Viele haben wir übernommen oder uns über Jahre antrainiert. Mit etwas Abstand kann ich fragen: Stimmt das wirklich, was ich gerade über mich oder über andere denke? Gibt es vielleicht noch einen anderen Blickwinkel?
Ein neuer Blickwinkel hilft mir oft, Dinge leichter anzunehmen und andere Menschen besser zu verstehen.
Diesen Abstand finden wir am leichtesten in der Ruhe.
Genau das üben wir gemeinsam, ganz sanft und in deinem Tempo.
Das ist für mich Bewusstseinstraining.
Quellen: Killingsworth & Gilbert, «A Wandering Mind Is an Unhappy Mind», Science, 2010 · Wood, Quinn & Kashy, «Habits in Everyday Life», Journal of Personality and Social Psychology, 2002